SOMMEREKZEM IST DIE HÄUFIGSTE ALLERGISCHE HAUTERKRANKUNG BEI PFERDEN
Überblick über das Sommerekzem
Das Sommerekzem ist die häufigste allergische Hauterkrankung bei Pferden. Dabei reagiert das Pferd überempfindlich auf den Speichel von Insekten, der beim Stich übertragen wird. Der häufigste Auslöser der Allergie sind Gnitzen, also Insekten der Gattung Culicoides. Ein atischen Sommerekzem verursacht starken Juckreiz, der zu Scheuern sowie häufig zu Hautentzündungen und Wunden führt. Es handelt sich um eine Hauterkrankung, die für das Pferd äußerst belastend sein kann und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Das Pferd kann sogar apathisch werden. Pferde mit Sommerekzem sind oft unruhig, schlagen ständig mit dem Schweif, wälzen sich und bieten sich aktiv zur Pflege an oder pflegen ihre Herdengefährten, um den Juckreiz zu lindern.
Die Erkrankung kann mit einer geeigneten, regelmäßigen und ganzheitlichen Behandlung unter Kontrolle gehalten werden, sofern die Haltungsbedingungen hinsichtlich der Insektenbelastung nicht zu ungünstig sind. Pferde mit Sommerekzem werden oft auch als „Scheuerpferde“ bezeichnet.
Wann bricht das Sommerekzem aus?
Das Sommerekzem tritt typischerweise im Alter von wenigen Jahren erstmals auf. Je jünger das Pferd bei Ausbruch der Erkrankung ist, desto wahrscheinlicher sind schwerere Symptome. Bei vielen Pferden verschlimmert sich die Erkrankung mit der Zeit, insbesondere wenn die Behandlung nicht ausreichend oder regelmäßig erfolgt.
Die Erkrankung kann jedoch auch erst in höherem Alter auftreten, typischerweise im Zusammenhang mit einem Stallwechsel, wenn sich die Gnitzenpopulation und deren Vorkommen in der Umgebung verändern. Die Veranlagung zu Sommerekzem ist erblich. Stärke und Ausmaß der Symptome variieren individuell, und die Erkrankung kann in unterschiedlichen Schweregraden auftreten:
- leicht
- mittelschwer
- schwer
Anzahl, Intensität und Ausbreitung der betroffenen Hautareale unterscheiden sich von Pferd zu Pferd.
Diagnose und Rolle des Tierarztes
Eine korrekte Diagnose ist entscheidend, denn die Ursachenklärung und das Verständnis des Gesamtbildes helfen dabei, die richtige Behandlungsstrategie zu wählen. Nicht jeder Juckreiz im Sommer ist Sommerekzem.
Der Tierarzt kann helfen:
- festzustellen, worauf das Pferd allergisch reagiert
- den Zustand der Haut und das Ausmaß der Entzündung zu beurteilen
- eine geeignete Medikation zu empfehlen. Besonders in akuten Situationen kann das Pferd Glukokortikosteroide, also Kortison, benötigen. Die Anwendung erfolgt stets unter tierärztlicher Aufsicht.
Welche Ziele verfolgt die Behandlung des Sommerekzems?
Da Sommerekzem eine chronische Hauterkrankung ist und der Auslöser der Allergie – die Gnitzen – das Pferd während der gesamten Insektensaison dauerhaft belastet, verfolgt die Behandlung folgende Ziele:
- die Symptome zu lindern und das Wohlbefinden des Pferdes zu verbessern
- die Widerstandsfähigkeit der Haut gegenüber Scheuern zu erhöhen
- Folgeerkrankungen wie Sekundärinfektionen zu vermeiden
Die Hautstruktur eines allergischen Sommerekzem-Pferdes weist eine geschwächte Hautbarriere auf, wodurch zusätzliche Hautprobleme begünstigt werden, insbesondere wenn keine Behandlung erfolgt.
Wann hat ein Pferd Sommerekzem?
Die meisten Pferde reagieren in gewissem Maß auf Insektenstiche. Spätestens gegen Ende des Sommers scheuern sich nahezu alle Pferde an Schweif und Mähne. Der Unterschied zwischen Sommerekzem und einer gewöhnlichen Reaktion auf Insektenstiche zeigt sich jedoch in der Anzahl und Dauer der Symptome. Ein Pferd mit Sommerekzem benötigt während der Insektensaison regelmäßige Behandlung, häufig sogar täglich. Auch andere Pferde profitieren von ähnlichen Maßnahmen, ihr Pflegebedarf ist jedoch meist geringer.
Der Auslöser der Allergie: Gnitzen
Gnitzen sind kleine fliegende und stechende Insekten, die feuchte Gebiete und stehendes Wasser, beispielsweise Gräben, bevorzugen. Sie fliegen schlecht und bewegen sich im Dunkeln überhaupt nicht. Am aktivsten sind Gnitzen in der Morgen- und Abenddämmerung. Es gibt verschiedene Arten von Gnitzen der Gattung Culicoides, und je nach Region kommen unterschiedliche Arten vor. Dies erklärt teilweise, warum ein und dasselbe Pferd an verschiedenen Orten unterschiedlich stark reagiert. Hinzu kommen individuelle Unterschiede, die dazu führen, dass ein Pferd auf bestimmte Gnitzenarten stärker überempfindlich reagiert als auf andere.
Bei der Planung der Behandlung sollte berücksichtigt werden, dass der Stall nachts möglichst dunkel sein sollte, wenn das Pferd über Nacht eingestallt ist. Für Weide- oder Auslaufflächen empfiehlt sich ein offener und windiger Standort. Feuchtgebiete, stehendes Wasser oder Waldränder sollten vermieden werden.
Gnitzen können durch bestimmte Gerüche abgewehrt werden. Ziel dieser Gerüche ist es, die Fähigkeit der Gnitzen zu beeinträchtigen, das vom Pferd ausgeatmete Kohlendioxid wahrzunehmen. Die Decke eines Sommerekzem-Pferdes ist dicht gewebt, damit Gnitzen nicht hindurchstechen können. In der Regel werden mehrere Decken benötigt.
Der Auslöser der Allergie: Gnitzen
Gnitzen sind kleine fliegende und stechende Insekten, die feuchte Gebiete und stehendes Wasser, beispielsweise Gräben, bevorzugen. Sie fliegen schlecht und bewegen sich im Dunkeln überhaupt nicht. Am aktivsten sind Gnitzen in der Morgen- und Abenddämmerung. Es gibt verschiedene Arten von Gnitzen der Gattung Culicoides, und je nach Region kommen unterschiedliche Arten vor. Dies erklärt teilweise, warum ein und dasselbe Pferd an verschiedenen Orten unterschiedlich stark reagiert. Hinzu kommen individuelle Unterschiede, die dazu führen, dass ein Pferd auf bestimmte Gnitzenarten stärker überempfindlich reagiert als auf andere.
Bei der Planung der Behandlung sollte berücksichtigt werden, dass der Stall nachts möglichst dunkel sein sollte, wenn das Pferd über Nacht eingestallt ist. Für Weide- oder Auslaufflächen empfiehlt sich ein offener und windiger Standort. Feuchtgebiete, stehendes Wasser oder Waldränder sollten vermieden werden.
Gnitzen können durch bestimmte Gerüche abgewehrt werden. Ziel dieser Gerüche ist es, die Fähigkeit der Gnitzen zu beeinträchtigen, das vom Pferd ausgeatmete Kohlendioxid wahrzunehmen. Die Decke eines Sommerekzem-Pferdes ist dicht gewebt, damit Gnitzen nicht hindurchstechen können. In der Regel werden mehrere Decken benötigt.
Grundprinzipien der Pflege allergischer Haut bei Pferden
Den Allergieauslöser vermeiden
Das wichtigste Ziel bei der Pflege allergischer Haut ist die Vermeidung des Allergieauslösers. In der Praxis bedeutet dies die Kontrolle der Haltungsbedingungen, das Tragen einer Ekzemerdecke sowie die Verwendung von Insektenschutzmitteln. Dabei ist zu beachten, dass manche Insektenschutzmittel für allergische Pferde zu stark und hautreizend sein können. Eine gut geplante Umgebung kann die Belastung durch Gnitzenstiche deutlich verringern und damit auch die allergische Reaktion reduzieren.
Hautpflege und Feuchtigkeitsbalance bei Sommerekzem
Eine gute Hautpflege umfasst die Reinigung der Haut. Bei häufigem Waschen reicht oft klares Wasser aus, damit die Haut nicht unnötig durch starke Reinigungsmittel oder zusätzliche chemische Stoffe belastet wird. Die Feuchtigkeitsbalance der Haut sollte durch gut einziehende, fettsäurehaltige Cremes oder Salben erhalten werden. Regelmäßige Reinigung und das Eincremen der betroffenen Hautbereiche unterstützen die natürliche Schutzbarriere der Haut, beugen Juckreiz vor und verringern das Risiko von Scheuerwunden.
Kortison (Glukokortikosteroide) zur Behandlung allergischer Entzündungen
Das wirksamste Medikament gegen allergische Entzündungsreaktionen sind Glukokortikosteroide, also Kortison. Kortison hemmt die allergische Entzündung (antiinflammatorisch) und lindert starken Juckreiz, ist jedoch auch mit ernstzunehmenden Nebenwirkungen verbunden. Deshalb darf Kortison nur unter tierärztlicher Aufsicht eingesetzt werden.
Einige pflanzliche Inhaltsstoffe besitzen zusätzlich eine milde entzündungshemmende Wirkung (antiinflammatorisch), die das Wohlbefinden der Haut bei Allergien unterstützen kann.
Der Einsatz einer Immuntherapie ist aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Gnitzenarten nur eingeschränkt möglich.
Antihistaminika und alternative Behandlungsmöglichkeiten bei Sommerekzem
Zusätzlich können Antihistaminika eingesetzt werden, auch wenn ihre Wirksamkeit bei der Behandlung von Sommerekzem beim Pferd wissenschaftlich nicht vollständig belegt ist. Auch homöopathische Präparate können manchen Pferden Linderung verschaffen.
Antihistaminika und alternative Behandlungsmöglichkeiten bei Sommerekzem
Zusätzlich können Antihistaminika eingesetzt werden, auch wenn ihre Wirksamkeit bei der Behandlung von Sommerekzem beim Pferd wissenschaftlich nicht vollständig belegt ist. Auch homöopathische Präparate können manchen Pferden Linderung verschaffen.
Eine Ekzemerdecke allein reicht bei Sommerekzem nicht aus
Das Wohlbefinden der Haut erfordert häufig einen ganzheitlichen Ansatz. Die besten Ergebnisse werden durch die Kombination verschiedener Maßnahmen erzielt: Kontrolle der Umgebung und Vermeidung von Gnitzen, eine angemessene Hautpflege und bei Bedarf eine medikamentöse Behandlung.
Produktsicherheit beachten
Bei Hautpflegeprodukten für Pferde ist es wichtig, auf die Produktsicherheit zu achten. Gerade bei empfindlicher Haut von Pferden mit Sommerekzem sollte die Zusammensetzung der verwendeten Produkte genau geprüft werden. Wählen Sie Produkte mit verständlich ausgewiesenen Inhaltsstoffen und vermeiden Sie unnötige chemische Verbindungen, damit die Haut nicht zusätzlich belastet wird. Weitere Informationen zur Sicherheit von Pflegeprodukten für Pferde finden Sie hier.
Die problematischen Hautbereiche von Pferden mit Sommerekzem
Anleitung als PDF ausdrucken:
Videoanleitungen ansehen:
Behandlung von Sommerekzem beim Pferd – Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Anwendung der SOLHEDS-Produkte
Beginnen Sie mit der Behandlung des Sommerekzems so früh wie möglich, sobald die ersten Symptome auftreten. Eine frühzeitige und regelmäßige Behandlung stärkt die Widerstandskraft der Haut gegenüber Gnitzen und hilft dadurch, die allergische Reaktion unter Kontrolle zu halten und das Risiko plötzlicher, schwerer Symptome zu verringern.
Wenn Sie Ihr Pferd im Winter nicht waschen konnten, waschen Sie es, sobald das Wetter es zulässt, mit Derma4 Gentle Shampoo. Wenn die typischerweise betroffenen Hautbereiche bereits warm sind oder schuppen, waschen Sie diese Bereiche mit Derma1 Skin Care Shampoo.
Während der aktiven Gnitzenzeit sollte ein Pferd mit Sommerekzem täglich behandelt werden. Zu Beginn und am Ende der Saison kann das Behandlungsintervall geringer sein, etwa drei- bis viermal pro Woche. Betroffene Hautbereiche werden je nach Bedarf durchschnittlich ein- bis achtmal pro Monat mit Derma1 Skin Care Shampoo gewaschen. Der Waschbedarf steigt mit zunehmender Symptomstärke und insbesondere dann, wenn die Haut durch Scheuern verletzt ist und das Risiko für Entzündungen zunimmt.
Reinigung und Waschen eines Pferdes mit Sommerekzem
Sauberkeit der Haut als Teil der Sommerekzem-Behandlung
Die Ziele der Waschbehandlung sind:
- mögliche Allergieauslöser von der Haut zu entfernen
- die mikrobielle Belastung und mögliche Entzündungserreger zu reduzieren
- allergisch reagierende Haut zu beruhigen und zu pflegen
Für häufiges Waschen empfindlicher und allergischer Haut reicht oft klares Wasser aus. Dadurch wird die Haut nicht unnötig durch Reinigungsmittel und chemische Stoffe belastet.
Oft genügt es auch, die betroffenen Hautbereiche sorgfältig sauber zu bürsten, bevor Derma2 Serum lokal aufgetragen oder Derma11 Anti-Itch Spray angewendet wird.
Waschen der betroffenen Hautbereiche mit Derma1 Skin Care Shampoo
Spülen Sie zunächst losen Schmutz gründlich ab und befeuchten Sie die zu behandelnden Bereiche sorgfältig mit Wasser. Massieren Sie anschließend das antiseptische Derma1 Skin Care Shampoo vorsichtig in die betroffenen Hautstellen ein und lassen Sie es etwa drei Minuten einwirken. Danach das Schampoo gründlich wegspülen. Derma1 Shampoo weicht Krusten auf, kühlt die Haut und wirkt bereits für sich allein pflegend auf allergische Haut, indem es die mikrobielle Belastung reduziert.
Die Häufigkeit der Anwendung richtet sich nach der Stärke der Symptome und dem Zustand der Haut. Bereits eine kleine Menge des Produkts reicht aus.
Paikallishoito kesäihottumahevosen iholle pesun jälkeen
Lokale Behandlung der Haut nach dem Waschen
Eincremen der Haut und tägliche Pflege
Lassen Sie die Haut nach dem Waschen trocknen und behandeln Sie trockene Haut anschließend mit:
Die Haut lässt sich beispielsweise im Bereich des Mähnenkamms gut freilegen, indem man das Fell scheitelt.
Betroffene Ohren werden mit einer weichen Bürste gereinigt und anschließend auf der Innenseite mit Derma2 Serum behandelt.
Zusätzliche Unterstützung bietet die Pflege der betroffenen Hautbereiche mit Derma5 Germ Fighting Wundsalbe. Die antimikrobielle Derma5 Wundsalbe eignet sich besonders für sogenannte „Elefantenhaut“, etwa an stark gescheuerten Schweif- und Mähnenbereichen, wo durch Hautverletzungen ein erhöhtes Entzündungsrisiko besteht.
Für die tägliche, regelmäßige Pflege eignen sich besonders Derma2 Calming Serum oder Derma11 Anti-Itch Spray. Diese Produkte lindern den Juckreiz, stärken die Hautbarriere und fördern die Regeneration von Haut und Fell. Im Verlauf der Behandlung kann sich auf der Haut eine schuppige Schicht bilden. Dies ist normal und ein Zeichen dafür, dass sich die Haut erneuert. Bürsten Sie die Schuppen ab und setzen Sie die Behandlung regelmäßig fort – so bleiben Feuchtigkeit und Widerstandskraft der Haut erhalten.
Verteilen oder sprühen Sie Derma3 Creme oder Spray leicht gegen den Fellstrich einige Zentimeter entfernt von den betroffenen Hautbereichen auf oder tragen Sie es mit einem Schwamm auf. Das Produkt wird auf das Fell und nicht direkt auf die Haut aufgetragen. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie Derma3-Produkte unter der Decke verwenden.
Akutes Sommerekzem und tierärztliche Behandlung
Schwere Symptome und Versorgung von Wunden
Wenn sich die Allergiesymptome plötzlich verschlimmern und das Pferd sich stellenweise bis aufs Blut gescheuert hat, sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden, um die Situation zu beurteilen und den möglichen Bedarf einer Kortisonbehandlung einzuschätzen.
Offene, blutige Wunden werden entsprechend der Wundversorgung behandelt:
- Reinigung mit Wasser
- die betroffenen Bereiche können mit dem antimikrobiellen Derma6 Wundöl besprüht werden
Typische Bereiche, die auch bei sogenannten gesunden Pferden auf Insektenstiche reagieren.
Bei der Behandlung eines Pferdes mit Sommerekzem ist eine sorgfältige und regelmäßige Erhaltungspflege von entscheidender Bedeutung. Nur so bleibt die Haut widerstandsfähig genug, um der Belastung durch Gnitzen standzuhalten, ohne aufzuscheuern oder sich zu entzünden. Die Behandlung sollte vorbeugend erfolgen und nicht erst dann einsetzen, wenn akute Symptome auftreten.
Die häufigsten Pflegefehler bei Pferden mit Sommerekzem
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Die Behandlung erfolgt nicht regelmäßig genug und wird nicht rechtzeitig begonnen
Viele Pferdehalter behandeln ihr Pferd erst dann, wenn deutliche Symptome auftreten. Die Basisversorgung einer chronischen Allergie erfordert jedoch regelmäßige, oft sogar tägliche Pflege – und zwar vorbeugend. Empfehlenswert ist es, einen festen Pflegeplan oder ein Betreuungsteam zu organisieren, damit die tägliche Versorgung zuverlässig sichergestellt ist.
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Die Behandlung umfasst nicht alle betroffenen Bereiche
Betroffene Bereiche wie Mähnenkamm, Schweifrübe, Ohren, Achseln, Fesselbeugen und Bauchunterseite benötigen eine sorgfältige Behandlung. Häufig konzentriert sich die Pflege nur auf sichtbare Stellen mit Haar- oder Schweifverlust, obwohl beispielsweise die gesamte Haut im Bereich des Mähnenkamms heiß, geschwollen und verhärtet sein kann und deshalb ebenfalls behandelt werden muss.
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Die Behandlung erreicht die Haut nicht ausreichend
Oft bleibt die Behandlung nur auf dem Fell oder den Langhaaren und erreicht die Haut selbst nicht ausreichend. Auch eine sehr dicke Konsistenz der Pflegeprodukte kann verhindern, dass die Wirkstoffe bis zur Haut gelangen. Beispielsweise ist es schwierig, eine dicke Fettsalbe aus einem offenen Tiegel direkt auf die Haut aufzutragen.
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Unzureichende Hygiene
Mangelnde Hygiene, verschmutzte Haut oder eine dicke Schicht aus fettigen Rückständen können die natürliche Funktion der Haut beeinträchtigen und verhindern, dass Pflegeprodukte die Haut überhaupt erreichen.
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Die Behandlung enthält nichts, das die allergische Entzündungsreaktion reduziert
Manche Pflegemaßnahmen beschränken sich lediglich auf das Befeuchten und Einfetten der Haut. Dadurch bleibt das eigentliche Grundproblem unbehandelt.
Zerrissene Decken sind ein Zeichen dafür, dass das Pferd unter Juckreiz leidet und die Haut zusätzliche Pflege benötigt.
Versuchen Sie außerdem, Ihrem Pferd im Freien auch Zeiten ohne Decke zu ermöglichen, zum Beispiel mitten am Tag, wenn kaum Gnitzen aktiv sind. Sommerekzem ist eine allergische Erkrankung und keine Eigenschaft des Pferdes. Das bloße Verhindern des Scheuerns reduziert weder die allergische Entzündungsreaktion noch den Juckreiz oder das Kribbeln der Haut. Wenn dem Pferd nur das Scheuern unmöglich gemacht wird, kann es sogar apathisch werden.
Beurteilen Sie den Hautzustand eines Pferdes mit Sommerekzem nicht nur anhand der gescheuerten Haare oder Schweifhaare, sondern auch durch Abtasten der Haut. Gesunde Haut fühlt sich weich und elastisch an und ist nicht warm.
Behandlung des Sommerekzems: besondere Anforderungen bei allergischer Haut
Allergische Haut ist äußerst empfindlich und verträgt weder starke mechanische noch chemische Belastung. Auf die Haut des Pferdes sollte nichts aufgetragen werden, was Sie nicht auch auf Ihre eigene Haut geben würden. Vermeiden Sie fettige oder schmutzbindende Salben und Öle, da sie die Haut verschließen, ihre natürliche Funktion beeinträchtigen und das Risiko von Entzündungen erhöhen.
Hautfreundliche Pflegeprodukte bei Sommerekzem
Bei der Behandlung des Sommerekzems muss die allergische Empfindlichkeit des Pferdes bei allen Maßnahmen berücksichtigt werden. Pflegeprodukte wie Waschmittel, Fellpflege- und Entwirrungsmittel sollten möglichst hautverträglich sein.
Typische Risikofaktoren sind:
- aggressive Reinigungsmittel, z. B. sulfatbasierte Shampoos
- starke Konservierungsstoffe
- hochkonzentrierte Wirkstoffe
Bei SOLHEDS Derma-Produkten wird die chemische Reizung auf ein Minimum reduziert. Hier finden Sie Anleitungen für eine hautfreundliche Reinigung und Fellpflege.
Risiken natürlicher Produkte bei allergischer Haut
Auch wenn viele Naturprodukte wertvolle Inhaltsstoffe enthalten, können sie ebenfalls allergische Reaktionen auslösen. Das Risiko steigt, wenn Rohstoffe nicht rein sind oder in hoher Konzentration vorliegen, da schädliche Wirkungen die positiven Effekte überwiegen können.
Besonders zu beachten sind beispielsweise:
- hohe Harzkonzentrationen in Propolisprodukten, ein häufiger Allergieauslöser
- Teer- und Pechöle, die krebserregende PAH-Verbindungen enthalten
- Benzylbenzoat, dessen frei verkäufliche Verwendung in der EU verboten ist und das Hautreizungen bis hin zu Verätzungen verursachen kann
Auch in allgemein als „gesund“ geltenden Naturstoffen können sowohl positive als auch hautreizende Bestandteile enthalten sein. Wählen Sie daher Produkte von Herstellern, die über fachliche Kompetenz verfügen und die verwendeten Rohstoffe sowie deren Wirkung verstehen.
Anwendung und Dosierung der Derma-Produkte
SOLHEDS Derma-Produkte wurden speziell für empfindliche und allergische Haut entwickelt und stellen eine ökologische Alternative zur naturbasierten Hautpflege bei allergischen Hautproblemen beim Tier dar. Die Anwendung wird durch eine Präzisionsspitze erleichtert, die eine gezielte und sparsame Dosierung ermöglicht. Eine kleine Menge reicht für die Behandlung aus.
Was ist Sommerekzem?
Sommerekzem ist die häufigste allergische Hauterkrankung bei Pferden, ausgelöst durch stechende und fliegende Insekten wie Gnitzen (Culicoides). Sommerekzem verursacht Juckreiz, der zu Scheuern sowie häufig zu Hautentzündungen und Wunden führt.
Das Hauptziel bei der Behandlung von Sommerekzem ist es, die Belastung durch Insekten wie Gnitzen zu reduzieren. Die Haut kann wie folgt unterstützt werden:
- Betroffene Hautbereiche sauber halten mit antiseptischem Derma1 Skin Care Shampoo – geeignet zur Reinigung empfindlicher, betroffener Hautstellen
- Die natürliche Hautbarriere stärken und Juckreiz lindern mit lokalen Pflegeprodukten wie Derma2 Calming Serum oder Derma11 Anti-Itch – sie unterstützen die Hautbarriere und beruhigen gereizte Haut
Regelmäßige Pflege hilft, Scheuern und sekundäre Entzündungen zu reduzieren.
Eine milde, hautfreundliche Reinigung, die die Haut nicht austrocknet, ist am besten geeignet. Alternativ: Für allergische Haut eignet sich am besten eine hautfreundliche, neutrale Wäsche, die die Haut nicht austrocknet.
- Antiseptisches Derma1 Skin Care Shampoo reinigt betroffene Hautbereiche, ohne die Haut auszutrocknen
- Hautfreundliches Derma4 Gentle Shampoo reinigt das gesamte Pferd effektiv, ohne die Haut zu belasten
Eine gute Salbe zieht gut ein, stärkt die Hautbarriere, lindert Juckreiz und unterstützt die Regeneration der Haut.
- Derma2 Calming Serum und Derma11 Anti-Itch Spray helfen effektiv bei Sommerekzem, lindern Juckreiz, stärken die Hautbarriere und unterstützen die Hauterneuerung.
